Im August 2026 war es wieder so weit: Laufschuhe an, gute Laune einpacken und gemeinsam los! 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich zusammen mit drei bestens gelaunten und ebenso bewegungsfreudigen Trainern auf den Weg ins Laufcamp nach Grünau.
Dabei ging es natürlich nicht darum, Rekorde zu brechen. Viel wichtiger waren die Freude an der Bewegung, das gemeinsame Erleben und das gute Gefühl, etwas zusammen geschafft zu haben. Oder, um es mit einem Augenzwinkern zu sagen: „Wer langsam läuft, hat länger was davon!“
Slow Jogging – langsam ist das neue schnell
Laufen kann jeder – aber muss man dabei eigentlich schnell sein? Ganz und gar nicht! Deshalb haben wir uns in diesem Jahr unter anderem mit einem Bewegungstrend beschäftigt, der gerade aus Südkorea zu uns herüberschwappt: dem Slow Jogging.
In Südkorea ist das langsame Laufen aktuell sehr beliebt. Die Methode selbst stammt ursprünglich aus Japan und findet inzwischen auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Das Prinzip ist denkbar einfach: kleine Schritte, ein entspanntes Tempo und vor allem Spaß an der Bewegung. Gelaufen wird so, dass man sich möglichst noch locker unterhalten kann.
Oder anders gesagt: „Wer beim Laufen noch quatschen kann, läuft genau richtig!“

Das passte wunderbar zu unserem Laufcamp. Denn bei uns ging es nicht um Höchstgeschwindigkeit oder neue Bestzeiten, sondern um Bewegung, Gemeinschaft und gemeinsame Erlebnisse. Unser Motto hätte deshalb auch lauten können: „Slow Jogging – so langsam, dass die Landschaft endlich eine Chance hat, mitzuhalten!“
Und spätestens als wir gemeinsam im Takt durch die Gegend trippelten, war klar: Langweilig ist langsam ganz und gar nicht.
Vier Tage voller Bewegung und Abenteuer
Unser Laufcamp hatte einiges zu bieten. Ein besonderes Erlebnis war der Ausflug in die Müggelberge. Dort hatten wir noch einmal die Möglichkeit, einen kleinen Gruß an Hartmut Koch in Form einer kleinen Schachtel am Gipfelkreuz zu hinterlassen. Hartmut konnte leider nicht mehr an unserem Laufcamp teilnehmen. Wir sind uns aber sicher, dass es ihm gefallen hätte. Wir werden ihn weiterhin in unseren Herzen tragen.
Auch bei den Staffelspielen wurde viel gelacht – was Hartmut mit Sicherheit ebenfalls sehr gut gefallen hätte. Gleichzeitig kam ein kleiner Hauch von Ehrgeiz auf, denn natürlich wollte jede Mannschaft ihr Bestes geben. Da stellte sich zwischendurch schon die Frage: „Sind wir eigentlich zum Laufen hier – oder zum Muskelkater sammeln?“
An einem Tag standen am Ende sogar mehr als 37.000 Schritte auf dem Zähler. Da durften die Beine am Abend auch einmal offiziell Feierabend machen. Gelegenheit dazu gab es beim Kutterfahren und später gemütlich an unserer Feuerschale.

Besonders schön war zu erleben, wie schnell aus 13 einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Gemeinschaft wurde. Gemeinsam läuft es sich eben leichter – und wenn die Beine irgendwann müde werden, helfen meistens ein bisschen gegenseitiges Lachen, ein gutes Gespräch oder ein gemeinsames Spiel.
Bewegung verbindet
Unser Laufcamp hat einmal mehr gezeigt: Bewegung muss nicht immer Leistung bedeuten. Man muss nicht die Schnellste oder der Schnellste sein, keine Bestzeit aufstellen und auch nicht jedes Spiel gewinnen – kann man aber, wenn man möchte.
Manchmal reicht es völlig, loszugehen, dranzubleiben und gemeinsam Spaß zu haben.
Und auch abseits des Laufens gab es einiges zu entdecken. Auf der Rudower Weide begegneten uns beispielsweise die Büffel. Sie lieferten uns gleich die passende Erkenntnis: Auch ein Büffel hat nicht immer Lust zu laufen. 😉
Beim Besuch des Trudelturms in Adlershof wurde außerdem deutlich, dass sportliche Herausforderungen nicht immer etwas mit Kondition zu tun haben müssen. Bei einigen sorgte die Höhe eher für Schnappatmung – da war die Höhenangst definitiv die größere Herausforderung. Auch das gehört dazu: sich etwas zu trauen, Grenzen kennenzulernen und gemeinsam darüber zu lachen.
Und natürlich durfte auch das Synchronschwimmen nicht fehlen – wobei sich die Zahl der wirklich synchron Schwimmenden doch etwas in Grenzen hielt. 😉 Dafür waren wir bei der Kutterfahrt in den Sonnenuntergang umso mehr im Gleichklang.
Vier Tage, viele Schritte und noch mehr Erinnerungen
Nach vier Tagen blieben müde Beine, viele Eindrücke und vor allem jede Menge schöner gemeinsamer Erinnerungen.
Es wurde gelaufen, gelacht, ausprobiert, gestaunt und vermutlich zwischendurch auch einmal kurz darüber nachgedacht, warum man sich das eigentlich freiwillig antut. Die Antwort war spätestens am Abend klar: „Gemeinsam schwitzt es sich einfach angenehmer.“ 😄
Ob beim Aufwachlauf am Morgen, beim gemeinsamen Unterwegssein in den Müggelbergen, bei den verschiedenen sportlichen Aktivitäten oder bei der Kutterfahrt in den Sonnenuntergang – jeder Tag hatte seine ganz eigenen kleinen Höhepunkte.
Und genau darum ging es: nicht nur Kilometer und Schritte zu sammeln, sondern gemeinsame Erlebnisse.
Ein herzliches Dankeschön
Ein ganz besonderer Dank geht an Nicole Slovan für die tolle Unterstützung bei der Organisation und die vielen immer wieder schönen und kreativen Ideen.
Ebenso möchten wir Jörg Siebert herzlich danken, der stets unterstützt, mitdenkt und mit anpackt.
Danke, dass ihr beide eure freie Zeit dafür einsetzt und mit eurem Engagement dazu beitragt, dass solche gemeinsamen Erlebnisse möglich werden.
Unser Dank gilt außerdem dem USE SOWAS e. V. für die Finanzierung und Unterstützung des Laufcamps.
Unser Fazit
Vier Tage Laufcamp, 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, drei engagierte Trainer, unzählige Schritte und noch viel mehr gemeinsame Erlebnisse haben uns einmal mehr gezeigt:
Bewegung macht glücklich. Gemeinsam macht sie noch glücklicher.
Es muss nicht immer höher, schneller und weiter sein. Manchmal ist langsamer genau richtig. Und manchmal ist das größte sportliche Erfolgserlebnis nicht die eigene Leistung, sondern das Gefühl, gemeinsam etwas erlebt und geschafft zu haben.
Vielleicht ist genau das unser wichtigstes Trainingsergebnis:
„Laufen ist schön. Zusammen laufen ist schöner. Und zusammen lachen sowieso!“
Denn am Ende zählt nicht, wer zuerst im Ziel ist.
Es zählt, dass wir gemeinsam losgelaufen sind.
Und so nehmen wir aus diesen vier Tagen vor allem eines mit:
Gemeinsam mehr Wir!













